{"id":3919,"date":"2023-03-22T05:22:25","date_gmt":"2023-03-22T04:22:25","guid":{"rendered":"https:\/\/nathalie.bloechlinger.net\/?p=3919"},"modified":"2023-03-22T05:22:25","modified_gmt":"2023-03-22T04:22:25","slug":"vietnam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nathalie.bloechlinger.net\/?p=3919","title":{"rendered":"Vietnam"},"content":{"rendered":"\n<p>Nach einem Monat verlasse ich Vietnam wieder. Ob Berge soweit das Auge reicht, das pulsierende Leben in den St\u00e4dten, ein Land voller Geschichte und langen weisse Sandstr\u00e4nden, Vietnam hat so einiges zu bieten.<\/p>\n\n\n\n<p>Als ich in Hanoi ankam war ich erst einmal komplett \u00fcberw\u00e4ltigt von all diesen Eindr\u00fccken. So viele Roller, Strassenverk\u00e4ufer und Touristen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es hat eine Weile gedauert um zu verstehen wie es hier auf den Strassen funktioniert. Die Regel wenn man die Strasse \u00fcberqueren m\u00f6chte: einfach immer langsam im gleichen Tempo laufen, auf keinen Fall anhalten oder ausweichen. Die Roller und Autos werden ihre Geschwindigkeit dementsprechend anpassen. Sehr ungewohnt und auch etwas be\u00e4ngstigend, aber es funktioniert tats\u00e4chlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenfalls bekannt ist Vietnam f\u00fcr seine vielen Cafes. Die Kaffeevarianten unterscheiden sich vom Norden zum S\u00fcden. Im Norden trinkt man Egg Cafe und Phin Cafe im S\u00fcden eher die s\u00fcsseren Varianten wie Coconut Cafe, Bac xiu oder Peanut Butter Cafe.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Allgemeinen wirkt Vietnam als w\u00e4ren der Norden und S\u00fcden wie zwei verschiedene L\u00e4nder. Das liegt vorallem daran, dass das Land w\u00e4hrend dem Krieg in zwei Teile geteilt wurde. Der Norden wurde w\u00e4hrend dem Krieg von China unterst\u00fctzt, w\u00e4hrend der S\u00fcden mit Australien zusammen arbeitete. Diesen Einfluss merkt man auf jeden Fall. Noch einmal anders ist die Bev\u00f6lkerung ganz im Norden in der N\u00e4he von der chinesischen Grenze. Dort leben die so genannten Hmong. Diese Menschen sprechen ihre eigene Sprache (nicht Vietnamesisch) und leben meistens als Selbstversorger.<\/p>\n\n\n\n<p>Hanoi gefiel mir besonders gut, mit den ganzen verwinkelten Gassen der Altstadt, wo sich ein Cafe an das andere reiht. Was ich ausserdem interessant finde ist, dass hier jede Strasse seine eigene Funktion hat. Es gibt z.B. die Silk Strasse oder die Silber Strasse etc. Das bedeutet der Strassen Name verr\u00e4t was man dort in den L\u00e4den kaufen kann. Finde ich echt eine coole Sache.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleich am Anfang meiner Reise machte ich einen Tagesausflug von Hanoi zu Halong Bay. Halong Bay ist eine beeindruckende Kulisse. Fesen die mitten aus dem Meer ragen mit einigen wundersch\u00f6nen Tropfsteinh\u00f6len und ein paar Affen die dort leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Von Hanoi ging es dann weiter nach Ninh Binh. Dort machten wir einen Ausflug mit dem Boot um weitere H\u00f6hlen zu besichtigen. Bevor es dann weiter nach Phong Nha ging wo wir eine Duck-Farm besuchten. Am n\u00e4chsten Tag, wer h\u00e4tte es gedacht, besuchten wir eine weitere H\u00f6hle.<\/p>\n\n\n\n<p>Der n\u00e4chste Stopp war Hue. Auf dem Weg dahin hielten wir bei den Vinh Moc Tunnels. Das sind Tunnel die die Vietnamesen w\u00e4hrend dem Vietnam Krieg benutzten um dort zu leben und sich vor Feinden zu verstecken. Es gibt verschiedene Abteilungen in den Tunnel. Die wo die allgemiene Bev\u00f6lkerung lebte, der Krankenfl\u00fcgel, der Teil wo Lebensmittel und Waffen gelagert wurde und der Teil in dem die Soldaten lebten. Die Tunnel sind sehr eng, dadurch wollten sie verhindern dass ihre Feinde die Tunnels betreten k\u00f6nnen (Vietnamesen sind viel kleiner als die Amerikaner). Es war sehr beeindrucken und traurig zu sehen unter welchen Umst\u00e4nden, die Menschen damals leben mussten.<\/p>\n\n\n\n<p>In Hue machten wir einen Ausflug mit dem Roller. Wir fuhren durch die Reisfelder, besuchten einen lokalen Markt, einen Tempel, sahen wie Instant Sticks und die traditionellen H\u00fcte hergestellt werden. Danach fuhren wir auf einen H\u00fcgel von wo aus man das Gebiet sehen konnte wo die Menschen damals mit dem \u201eAgent Orange\u201c angegriffen wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der n\u00e4chste Stopp war dann Hoi an. Die Stadt mit den vielen Laternen und Schneiderein. Hier habe ich mir gleich zwei Kleider schneidern lassen. Mit dem Ergebnis bin ich mehr als zufrieden. Ebenfalls habe ich hier gelernt wie man Reisnudeln und Laternen selber herstellt. Dass hat sehr viel Spass gemacht. F\u00fcr die Nudel haben wir Oodles of Noodles besucht. Dass ist eine Organisation die Jugendliche von der Strasse holt und ihnen eine Kochausbildung erm\u00f6glicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Um die Umgebung um Hoi an zu erkundigen sind wir mit den Fahrr\u00e4dern zu verschiedenen D\u00f6rfern gefahren wo die Menschen von Landwirtschaft, Reisweinproduktion und der Herstellung der traditionellen Matratzen leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiter ging es nach Quy Nnhon und Nha Trang. Dass sind zwei K\u00fcstenst\u00e4dte, wo wir einige entspannten Tage am Strand verbrachten. Danach fuhren wir nach Mui Neh. Mui Neh ist bekannt f\u00fcr seine Str\u00e4nde, das Kite Surfen und seine weissen &amp; roten Sandd\u00fcnen. Einen Ausflug dahin konnte ich mir nat\u00fcrlich nicht entgehen lassen. Mit dem Jeep ging es zu den Sandd\u00fcnen wo wir dann Sandboarden und mit dem Quad \u00fcber die D\u00fcnen rasen konnten. Das war wirklich ein sch\u00f6ner Ausflug und eine willkommene Abwechslung zu den Strandtagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der letzte Stopp im S\u00fcden war dann Saigon (auch Ho Chi Minh City genannt). Mir pers\u00f6nlich hat Ho Chi Minh nicht so gut gefallen. Es war mir zu gross und zu chaotisch. Was mir allerdings sehr gut gefallen hat war, dass wir zu Vu nach Hause durften und sie uns ein traditionelles vietnamesisches Abendessen gekocht hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Tag flog ich dann zur\u00fcck nach Hanoi. Von wo aus es f\u00fcr mich auf eine 4 t\u00e4gige T\u00f6ff-Tour auf dem Ha Giang Loop ging. Eine der sch\u00f6nsten Landschaften die ich bisher gesehen habe. Nur Berge, Wasserf\u00e4lle, kleine Seen und kleine D\u00f6rfer wo die Hmong als Selbstversorger leben. Es war sehr sch\u00f6n und entschleunigend nach den Grossst\u00e4dten wie Saigon und Hanoi ein paar Tage in der Natur zu verbringen und diese wundersch\u00f6ne Natur einzusaugen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir fuhren hoch bis zu der S\u00fcdchinesischen Grenze die von einem langen Zaun gekennzeichnet wurde und wo mit Lautsprechern chinesische Propaganda verbreitet wurde. Sehr interessant zu sehen, aber ich bevorzugte es dann wieder in s\u00fcdliche Richtung weiter und weg von der Grenze zu fahren. Zur\u00fcck in Ha Giang brachte mich dann der Nachtbus zur\u00fcck nach Hanoi, wo ich jetzt meinen letzten Tag in Vietnam in einem Cafe verbracht habe. Es ist irgendwie seltsam zu wissen, dass ich morgen Vietnam nach 1 Monat wieder verlasse. Aber ich freue mich auch darauf nach Bali zur\u00fcck zu kehren auch wenn ich die Zeit hier in Vietnam auf jeden Fall vermissen werde.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einem Monat verlasse ich Vietnam wieder. Ob Berge soweit das Auge reicht, das pulsierende Leben in den St\u00e4dten, ein Land voller Geschichte und langen weisse Sandstr\u00e4nden, Vietnam hat so einiges zu bieten. Als ich in Hanoi ankam war ich erst einmal komplett \u00fcberw\u00e4ltigt von all diesen Eindr\u00fccken. So viele Roller, Strassenverk\u00e4ufer und Touristen. 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