{"id":5634,"date":"2023-04-18T11:10:24","date_gmt":"2023-04-18T09:10:24","guid":{"rendered":"https:\/\/nathalie.bloechlinger.net\/?p=5634"},"modified":"2023-04-18T11:13:10","modified_gmt":"2023-04-18T09:13:10","slug":"bali-2-0","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nathalie.bloechlinger.net\/?p=5634","title":{"rendered":"Bali 2.0"},"content":{"rendered":"\n<p>Zur\u00fcck in Bali habe ich noch weitere Teile von der Insel erkundigt. Gestartet bin ich in Ubud, was mir sehr gut gefallen hat. \u00dcberall wo man hin sieht kleine L\u00e4den, Reisfelder und Affen. Dazu kommt dass hier auch eine sehr entspannte Stimmung herrscht.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe mir die Tempel Pura Penataran Agung Lemuyang und Tanah Lot Temel angesehen. Der Pura Penataran Agung Lemuyang war zwar sehr sch\u00f6n, aber mir pers\u00f6nlich viel zu touristisch. Man hat bereits beim Kauf vom Eintrittsticket eine Nummer bekommen um dann \u201eDas Instagram Foto\u201c zu machen. Die Leute posieren in einem Torbogen und die Einheimischen machen ein Foto davon mit einem Spiegel unter der Linse um die Reflektion einzufangen. Daf\u00fcr warten Touristen teilweise bis zu 3h. Dass war es mir Pers\u00f6nlich nicht wert. Habe daher einfach ein paar Fotos vom restlichen Tempel gemacht und als ich ging konnte ich ein Foto in einem anderen Torbogen machen, ohne dass ich auch nur 1min warten musste.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Tanah Lot Temel gef\u00e4llt mir sehr gut. Es ist ein Wassertempel in dem Hindus ihr Reinigungsritual durchf\u00fchren. Touristen d\u00fcrfen ebenfalls daran teilnehmen wenn sie m\u00f6chten.<\/p>\n\n\n\n<p>Daf\u00fcr zieht man sich einen speziellen Sarong an. Wenn man das ganze Ritual macht kann es mehrere Stunden dauern, wobei man von einem Wasserstrahl zum n\u00e4chsten geht. Bei der gek\u00fcrzten Version geht man nur zu 3 Wasserstrahlen. Bevor man das Ritual beginnt muss man sich vor dem Tempel hinsetzen, mit einer Blumenopfergabe und einem R\u00e4ucherst\u00e4bchen und zu den G\u00f6ttern beten um um Ihre Erlaubnis und Gnade zu bitten den heiligen Ort betreten zu d\u00fcrfen. Danach darf man den Bereich mit den B\u00e4dern mit dem Holiwasser betreten. Beim ersten Wasserstrahl bittet man um Vergebung f\u00fcr alle b\u00f6sen\/schlechten Gedanken die man hatte. Dann W\u00e4scht man sich 3 mal das Gesicht unter dem Strahl, danach 3 mal den Mund, dann nimmt man einen Schluck vom heiligen Wasser bevor man sich dann komplett unter den Strahl stellt. So dass das Wasser einem \u00fcber den Kopf und den R\u00fccken l\u00e4uft. Beim zweiten geht es darum um Vergebung f\u00fcr alle schlechten Worte und Taten die man begangen hat zu bitten. Danach wiederholt man die 4 Schritte mit dem Wasser. Beim letzten Strahl geht es um Gl\u00fcck. Dabei bittet man die G\u00f6tter darum dass der pers\u00f6nliche Herzenswunsch in Erf\u00fcllung geht. Dieser kann Materiell sein muss aber nicht. Wenn man dies gemacht hat wiederholt man zum letzten mal die 4 Schritte mit dem Wasser. Im letzten Becken schwimmen am Boden kleine Fische rum die die Hornhaut von den F\u00fcssen essen. Auch dies geh\u00f6rt zum Ritual dazu.<\/p>\n\n\n\n<p>Abgesehen von den Tempeln habe ich noch die Tegallang Rice Terrace besucht. Die finde ich zwar sehr sch\u00f6n, aber leider auch wieder sehr touristisch. Da gibt es auch wieder mehrere Orte wo man das vermeidlich perfekte Instagram Bild auf einer Schaukel mit den Feldern im Hintergrund machen kann. Daher muss ich ehrlich sagen, dass mir die normalen Reisfelder viel besser gefallen, da diese einfach authentischer aussehen und die Touristen ihren absolut keine Aufmerksamkeit schenken.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr einen Tagesauflug nach Lovina wurde ich um 3Uhr morgens abgeholt. Um dann bei Sonnenaufgang mit dem Boat rauszufahren. Dabei hat man die Chance den Sonnenaufgang und Delfine vom Wasser aus zu sehen. Ich pers\u00f6nlich rate allerdings jedem ein lokales Fischerboat zu nehmen. Denn wenn man das ganze mit gr\u00f6sseren Organisationen macht ist man normalerweise mit bis zu 20 anderen Boaten draussen und sobald ein Delfin auftaucht jagen alle Boate dem Delfinschwarm nach, damit die Passagiere Fotos machen k\u00f6nnen. Ich muss sagen dass ich so was nicht unterst\u00fctzenswert finde, da es meiner Meinung nach nur unn\u00f6tigen Stress auf die Delfine auswirkt. Von Hawaii weiss ich das man auch gut ohne Hetzjagt Delfine in ihrer nat\u00fcrlichen Umgebung beobachten kann. Der Sonnenaufgang hingegen war absolut magisch und machte den Tag unvergesslich. Nach dem Sonnenaufgang ging es zum Gitgit Wasserfall. Der war sehr sch\u00f6n. Es waren nur ein paar wenige Einheimische da, die Opfergaben zu einer Statue gebracht haben. Ansonsten weit und breit keine Menschenseele. Danach habe ich noch den Pura Ulun Danu Bratan Tempel besichtigt. Der war f\u00fcr mich pers\u00f6nlich weniger authentisch als die anderen Tempel die ich besucht habe. Mann musste keinen Sarong tragen und es gab ganz viele beschilderte Fotospots. Zum Abschluss machte ich noch einen Abstecher zu einer kleinen Kaffee-\/Teeplantage die von einer Familie betrieben wurde. Eine sehr freundliche Dame f\u00fchre mich auf ihrer kleinen Plantage herum und erkl\u00e4rte mir einiges \u00fcber die Pflanzen die sie dort anpflanzen. Danach durfte ich Ihren Tee und Kaffee kosten. Hat mir alles sehr gut geschmeckt. Der Name der Plantage war Pure Luwak Coffee Bali.&nbsp; Auf dem Weg zur\u00fcck ins Hostel standen wir Ewigkeiten im Stau, da viele Menschen die Strassen versperrten. Sie schleppten all die riesigen Statuen herum, um sie f\u00fcr heute Abend an den richtigen Ort zu bringen. Ihr fragt euch was heute Abend ist. Heute Abend findet in jedem Ort eine grosse Parade statt. Den Morgen ist der Nyepi Day auch bekannt als der Silence Day oder das Balinesische Neujahr.&nbsp; Am Nyepi darf kein Bewohner oder Tourist das Haus verlassen. Einzige Ausnahme sind medizinische Notf\u00e4lle. Selbst der Flughafen wird lahm gelegt. Da ich aber das ganze nicht so gut\/genau erkl\u00e4ren kann m\u00f6chte ich hier Wikipedia zitieren um nichts zu vergessen oder zu verf\u00e4lschen: \u201eNyepi ist der balinesische \u201eTag der Stille\u201c, des Fastens und der Meditation. Er ist der h\u00f6chste hinduistische Feiertag in Bali und ein allgemeiner Feiertag in ganz Indonesien. Nyepi bezeichnet den ersten Tag eines neuen Jahres nach dem traditionellen Balinesischen Mondphasen-Kalender Saka. Am Tag vor Nyepi wird eine eigentliche Exorzismus-Zeremonie durchgef\u00fchrt. An der Hauptstra\u00dfe der jeweiligen D\u00f6rfer (dem gedachten Treffpunkt der D\u00e4monen) werden karnevals\u00e4hnliche Umz\u00fcge veranstaltet. Dabei werden Ogoh-Ogoh genannte Puppen mitgef\u00fchrt, welche alle b\u00f6sen Geister symbolisieren. Am Abend kulminieren die Feierlichkeiten im Ngerupuk, wo die Ogoh-Ogoh&#8217;s unter Veranstaltung von gro\u00dfem L\u00e4rm verbrannt werden. Sinn der Zeremonie ist die Verbannung aller b\u00f6sen Geister aus den D\u00f6rfern und dem Leben der gl\u00e4ubigen Balinesen, um so wieder ein Gleichgewicht zwischen den G\u00f6ttern, den Menschen und der Natur herzustellen. <\/p>\n\n\n\n<p>Nyepi beginnt am n\u00e4chsten Tag um 6 Uhr morgens und dauert bis 6 Uhr morgens des folgenden Tages. In diesen 24 Stunden m\u00fcssen folgende Regeln streng beachtet werden:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Amati lelanguan (keine Festivit\u00e4ten): absolute Stille, Fasten, keine Vergn\u00fcgungen jeglicher Art;<\/p>\n\n\n\n<p>-Amati lelungan (Reiseverbot): Die H\u00e4user d\u00fcrfen nicht verlassen werden;<\/p>\n\n\n\n<p>-Amati karya (Arbeitsverbot): Es darf nicht gearbeitet werden;<\/p>\n\n\n\n<p>-Amati geni (Feuerverbot): kein Feuer, kein Licht.<\/p>\n\n\n\n<p>-Der gl\u00e4ubige Balinese verbringt den Tag in Meditation (Tapa\/Yoga brata).<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Regeln werden in Bali sehr strikt eingehalten. An Nyepi sendet keine Radio- oder Fernsehstation. Der Flughafen ist f\u00fcr s\u00e4mtlichen Flugverkehr unterbrochen, es f\u00e4hrt kein einziges Fahrzeug auf den Stra\u00dfen (Rettungsfahrzeuge ausgenommen). Es werden keine Fu\u00dfg\u00e4nger auf den Stra\u00dfen oder an den Str\u00e4nden geduldet. Eine gro\u00dfe Stille liegt \u00fcber der gesamten Insel, am Abend und in der Nacht ist es fast v\u00f6llig dunkel. Auf den Stra\u00dfen patrouillieren sogenannte Pecalang, in schwarz-wei\u00df karierten Sarongs gekleidete Religionspolizisten, welche die Einhaltung der Regeln kontrollieren. Die Einhaltung der Regeln (zumindest des Ausgehverbots) wird auch von den Touristen erwartet. Tieferer Sinn von Nyepi ist ein Neuanfang in m\u00f6glichst gro\u00dfer Reinheit. Die ge\u00fcbte Selbstkontrolle soll zur spirituellen Reinheit f\u00fchren. Eine andere Interpretation von Nyepi besagt, dass durch die Stille und Dunkelheit den vorbeiziehenden D\u00e4monen und b\u00f6sen Geistern vorgegaukelt werden soll, die Insel sei verlassen, so dass sie weiterziehen und die Menschen vor ihrem schlechten Einfluss bewahrt werden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>So nach diesem Abstecher in die Kultur von Bali und einem Tag \u201eZwangspause\u201c f\u00fcr mich (was mir \u00fcbrigens sehr gut getan hat) m\u00f6chte ich von meiner weiteren Reise erz\u00e4hlen. An meinem letzten Tag in Ubud wurde ich um 2Uhr morgens im Hostel abgeholt und zum Mount Batur gebracht. Dass ist ein Vulkan im Norden von Bali. Um 4Uhr kamen wir dann am Fusse des Vulkans an und machten uns mit Stirnlampen bewaffnet an den 2 st\u00fcndigen Aufstieg. Der Anfang war sehr gem\u00fctlich, mit der Zeit wurde der feste Boden aber rutschig. Die Oberfl\u00e4che war nur noch mit kleinen Vulkansteinen \u00fcbers\u00e4ht und erinnerte mich ein wenig an Sandd\u00fcnen. Nur dass man hier weniger einsinkt. Dass hiess man macht einen Schritt hoch und rutscht eine halben wieder hinunter. Das ganze hat sich aber auf jeden fall gelohnt. Oben angekommen konnten wir den wundersch\u00f6nen, klaren Sternenhimmel bewundern und ich bereute dass ich kein Stativ mitgenommen habe um die Sterne einzufangen. Wir sassen also oben auf dem Mount Batur sahen in den Sternenhimmel bis die ersten Sonnenstrahlen die Dunkelheit durchbrachen. Sie tauchte den ganzen Himmel in ein warmes Orange gemischt mir einen Hauch Rosa. Einfach ein wundersch\u00f6ner Anblick.<\/p>\n\n\n\n<p>Als die Sonne oben war gab es Fr\u00fchst\u00fcck f\u00fcr uns. Einige Riegel, hartgekochte Eier  und warme Bananen-Toast-Sandwiches. Mann musste allerdings vorsichtig sein, denn die Affen liessen nat\u00fcrlich nicht lange auf sich warten. Sie lungerten nur so in der N\u00e4hre rum, um in einem unbeobachteten Moment, etwas vom Fr\u00fchst\u00fcck zu stibitzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach der St\u00e4rkung machten wir und auf Abstieg. Um 10Uhr war ich dann zur\u00fcck im Hostel. Ich legte mich dann nach der Dusche erst noch einmal schlafen. Bis ich dann um 12 Uhr auschecken musste.<\/p>\n\n\n\n<p>Danach ging es f\u00fcr mich mit dem Taxi zur\u00fcck nach Uluwatu in das Surfcamp. Angekommen wurde ich herzlich von dem Manager in Empfang genommen und fuhr mit meinem neuen Mitbewohner zum Thomas Beach um die restlichen Campbewohner f\u00fcr den Sonnenuntergang und das Abendessen am Lagerfeuer zu treffen. Was f\u00fcr ein herrlicher Tag. Sonnenaufgang auf dem Vulkan und den Sonnenuntergang am anderen Ende der Insel an einem \u201eeinsamen\u201c Strand mit Lagerfeuer und morgen geht es dann endlich wieder raus mit dem Board. Was das ganze noch besser machte war das Wiedersehen mit all den Lokals vom Surfcamp.<\/p>\n\n\n\n<p>Abgesehen vom Surfen machte ich in dieser Woche die ich nun wieder im Surfcamp verbrachte noch zwei Ausfl\u00fcge zu denen mich drei Amerikanerinnen einluden. An einem Abend fuhren wir nach dem surfen zu dem Uluwatu Tempel um einen traditionellen Hindu Feuertanz zu sehen, welcher eine Geschichte aus der Hinduistischen Religion erz\u00e4hlte. Das war ein wundervolles Erlebnis und ich bin unendlich dankbar f\u00fcr die Einladung.&nbsp; Vor dem Besuch des Tempels und der Show machten wir noch einen Abstecher zu einer Cafe Plantage (Lumbung Sari Pecatu). Dort wurde uns noch die Herstellung von Luwak Kaffee erkl\u00e4rt bevor wir wieder an einer Tee und Kaffee Verkostung teilnehmen durften.<\/p>\n\n\n\n<p>An unserem letzten gemeinsamen Abend gingen wir noch gemeinsam in Cuca Restaurant essen. Dies ist ein sehr nobles Restaurant welches sogar mit einem Michelin Stern ausgezeichnet wurde. Wir hatten einen sehr lustigen Abend mit leckerem essen. Ich werde die drei auf jeden Fall vermissen. <\/p>\n\n\n\n<p>Meine letzten Tage im Camp verbrachte ich wie die letzten mit surfen. Am Ende der Woche tat mir alles weh. Mein K\u00f6rper ist sich wohl nicht gewohnt 6 Tage am St\u00fcck um die 4Stunden t\u00e4glich zu surfen&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>An meinem letzten Abend spielte einer der Mitarbeiter einige Lieder auf seiner Gitarre. Dies war ein perfekter Abschluss f\u00fcr eine perfekte Zeit auf Bali. Und ein weiteres Mal muss ich mich von Leuten und einem Ort den ich liebe verabschieden, da konnte ich mir auch ein paar Tr\u00e4nen nicht verdr\u00fccken.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun wo ich am Flughafen sitze weiss ich, ich werde bestimmt nochmal wieder kommen, um den Rest von Indonesien zu entdecken.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur\u00fcck in Bali habe ich noch weitere Teile von der Insel erkundigt. 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