Last but not least Big Island, meine lieblings Insel. Alle Inseln waren wunderschön und einzigartig auf ihre Weise, aber Big Island gefiel mir am besten, obwohl wir leider nicht das Glück hatten das Lava zu sehen. Dies fand ich sehr schade, denn darauf habe ich mich riesig gefreut.
Der Vulcano National Park war trotzdem sehr eindrücklich und wunderschön. Es war erstaunlich wie viel Land frühere Vulcanausbrüche mit Lava bedeckt haben. Man kann die Strasse bis zum Meer fahren, alles bedeckt mit Vulcansteinen. Hin und wieder haben es doch noch einige Pflanzen geschafft zwischen den Steinen zu wachsen. Wirklich ein schönes Naturschauspiel.
Wenn man an Hawaii denkt, denken die meisten an Stand, Palmen und üppig grüne Landschaften. Das stimmt zwar alles, aber was die wenigsten wissen auf Big Island kann es auch Schnee haben.
Zwar nur auf dem Mauna Kea (13‘803 Fuss) und nur ganz oben auf der Spitze, aber trotzdem. Stellt euch vor man läuft den ganzen Tag in Shorts und T-shirt rum, dann fährt man 30min den Berg hoch und da liegt Schnee.
Um auf den Mauna Kea fahren zu dürfen braucht man einen 4×4. Dies wird auch beim Visitor Center kontrolliert. Aber es lohnt sich auf jedenfall einen 4×4 zu mieten für diese schöne Aussicht, die Landschaft die einem das Gefühl gibt auf einem andere Planeten zu sein und den schönen Sonnenuntergang. Der Sonnenaufgang wäre bestimmt auch ein Highlight gewesen, dies haben wir allerdings nicht gemacht.
Ganz im Süden der Insel befindet sich der Green Sand Beach. Man kann entweder da hin laufen ca. 1h oder mit einem Shuttel (Pick-up, Ladefläche voll mit Menschen wie Hühner auf der Stande aufgereit). Die Landschaft da ist einzigartig schön. Sehr grün, direkt am Meer und viel Landwirtaschat (Kühe, Schafe, Pferde). Da unten kann man schon mal vergessen dass man auf Hawaii ist. Der Green Sand Beach selbst ist zwar schön, aber meiner Meinung nach zu überlaufen von Touristen.
Die schönste Strasse auf Big Island ist die Kalapana-Kapoho Road. Die erinnerte mich ein wenig an die Road to Hana auf Maui. Allerdings weniger kuvig, weniger Touristen dafür noch mit Vulcansteinen.
Einfach wunderschön. Am Ende der Strasse befindet sich der Isaac Hale Park. Dort ist laut einigen einheimischen mit denen wir gesprochen haben 2018, nach dem der Vulcan ausgebrochen ist, ein neuer Strand entstanden. Durch das Lava und das Meer sind einige „Seen/Teiche entstanden die durch die Lavasteine & Sonne aufgewärmt werden. Es ist ein Traum dort in den „heissen Quellen“ zu baden.
Wer noch mehr von der Pflanzenwelt sehen möchte sollte unbedingt in den Hawaii Tropical Bioreserve&Garden gehen und die Akaka Falls besuchen. Die Vielfalt der Pflanzen ist erstaunlich und die Lage des Gartens wieder direkt am Meer.
Für alle die gerne Plantagen besichtigen gibt es Führungen auf der Mauna Kea Cacao Plantage, der Heavenly Hawaiian Kona Coffee Farm und der Vulcano Winery. Auch wenn die Weine mir persönlich etwas zu süss waren, hat es sich trotzdem gelohnt diesen kleinen Betrieb zu besichtigen.
Mein lieblings Strand ist der Punalu’u Black Sand Beach. Wie der Name schon sagt ist es ein Blacksand Beach (Vulcanischer Ursprung). Der Farbkontrast zwischen dem schwarzen Sand, den grünen Palmen und dem blauen Wasser ist für mich einfach traumhaft schön. Ein weiterer Pluspunkt, wenn man Glück hat kann man Schildkröten am Strand sehen.
Unsere Unterkunft war ein Airbnb welches sich auf einem kleinen „Bauernhof“ mit Hunden, Katzen, Hasen und Obstbäumen befand. Da es etwas ausserhalb von Hilo liegt hat man einen wunderschönen Ausblick auf den Sternenhimmel und hört nur das Vogelgezwitscher. Das gefiel mir natürlich sehr gut.
Das absolute Highlight dieser Insel war aber das Manta Diving (Schnorcheln) in der Nacht. Dafür fährt man am Abend mit dem Boat etwas aus der Bucht raus (nicht weit, man kann von da den Hafen noch sehen). Dann wird eine Art Surfboard ins Wasser gelassen an welchem sich Lampen mit blauem Licht befinden. Dieses Licht zieht Plankton an, welches die Hauptnahrung von Mantas ist.
Es war ein unglaubliches Gefühl Mantas zu sehen und dann noch so nah. Sie waren teilweise keine Armlänge mehr entfernt. Mir war ebenfalls nicht bewusst wie gross Mantas tatsächlich sind.
Dieser Abend wir mir für immer als etwas Magisches in Erinnerung bleiben. Wie ich gerne sage ein weiterer Marmeladen-Glas Moment, ein Moment in dem man alles andere vergisst, ein Moment in dem alles perfekt ist.