Am ersten Tag meiner Safari-Reise ging es von Johannesburg zum Khama Rhino Senctuary. Da dies eine lange Fahrt mit Bordercrossing war fuhren wir bereits um 6Uhr los. Die Fahrt ging ca. 8h. Als wir dann im Sanctuary ankamen, mussten wir uns mit dem Zeltaufbau beeilen um rechtzeitig für die Safari-Fahrt bereit zu sein. Unsere erste Safari und wir haben schon so viel gesehen: Nashörner, Zebras, Gnus, Impalas und Giraffen. Da die Fahrt am Abend war hatten wir auch wunderschönes Licht für die Fotos und einen tollen Sonnenuntergang. Zurück im Camp gab es Abendessen am Lagerfeuer, bevor einige von uns ein wenig spazieren gingen um ein „Bushbaby“ zu finden, leider hatten wir kein Glück. Dafür haben wir einen schönen Blick auf den klaren Sternenhimmel gehabt.
Am nächsten Tag hiess es Zelt abbauen, den Lando (wie uns eingetrichtert wurde: it’s not a bus, it’s a lando) beladen. Als wir los wollten sprang der Lando aber nicht an. Dass hiess wir mussten auf ein Safari Fahrzeug warten dass uns Starthilfe geben konnte. Während wir auf die Starthilfe warteten haben wir einen Dung Beetle beobachtet, dies ist echt spannend und süss wie sie ihre Mistkugeln vor sich her schieben. Nach den Startschwierigkeiten ging es für uns 6h weiter nördlich bis Maun.
In Maun angekommen wurde ich direkt zum Flughafen gefahren für einen Flug über das Okavango Delta. Meinen ersten Flug in einem Propellerflugzeug und dann noch an einem so magischen Ort. Die Landschaft war aufgrund der Regenzeit sehr grün und die Flüsse des Deltas schlängelten sich malerisch durch die Landschaft. Unter mir sah ich Hippos im Wasser, eine Gnu-Herde, eine Impala-Herde und mehrere Elefanten-Herden. Dies war einer der schönsten Momente die ich je erleben durfte. Ich bin unendlich dankbar für meine ganze Reise und dafür das ich solche atemberaubenden Momente erleben darf.
Zurück im Camp wo die anderen bereits die Zelte aufgebaut hatten wurde ich von der Gruppe mit fragen gelöchert, die alle gespannt waren was ich erlebt habe. Nach einer kurzen Erzählrunde zwischen den Zelten gingen wir alle gemeinsam zum Pool bevor wir zum Abendessen im Restaurant vom Campingplatz gingen. Ein schönes Ende für diesen schönen Tag, alle gemeinsam an einer langen Tafel.
Am nächsten Tag ging es früh los. Zelt abbauen Lando beladen und nur mit Tagesrucksack und Schlafsachen bepackt in ein Safari Fahrzeug steigen. Diese brachten uns auf einer ca 2h Fahrt zu den Flüssen des Okavango Deltas. Dort stiegen wir in Makoro (kleine Boote) und wurden noch einmal 2 weitere Stunden tiefer ins Delta gebracht. Mitten drin in der Wildniss schlugen wir die Zelte auf. Eine Toilette oder Dusche gab es natürlich nicht. Wenn man auf die Toilette wollte gab es einen Spaten um ein Loch zu graben und das „Geschäft“ wieder mit Erde zu bedecken.
Nach dem das Camp aufgebaut war gingen wir auf eine Walking-Safari. Double K (unser Guide) erzählte uns viel über das Fährten lesen und über die Pflanzen die dort wachsen. Es war wirklich einzigartig die Tiere zu Fuss aufzuspüren.
Zurück im Camp gingen wir etwas im Fluss schwimmen und lernten mit dem Makoro zu fahren (zumindest versuchten wir es, ist gar nicht so einfach wie es aussieht.)
Am späten Nachmittag ging es noch einmal raus für eine Walking Safari. Es war wieder wunderschön in einer Einerreihe durch die Natur zu stapfen. Die untergehende Sonne tauchte die ganze Landschaft in ein schönes warmes oranges Licht. Es sah einfach wunderschön aus und wir konnten viele Tiere von sehr nah beobachten. Zurück im Camp gab es wieder Abendessen am Feuer, danach führten alle Guides vom Okavango Delta traditionelle Tänze und Gesänge auf. Ein wunderschöner Abend, der mit der Warnung endete, dass wir Nachts nicht alleine unser Zelt verlassen sollen. Und falls wir raus gehen wollen/müssen, müssen wir immer zuerst aus dem Zelt die Gegend mit der Taschenlampe absuchen. Falls wir Augen sehen dürfen wir auf keinen Fall das Zelt verlassen.
Zum Glück schliefen wir bis zum nächsten Morgen durch. Um 3.45Uhr standen wir auf um den Sonnenaufgang zu sehen. Wunderschöne Stimmung und ein leckeres Frühstück vom Feuer, bevor es für uns zurück nach Maun ging. In Maun stiegen wir wieder in den Lando und von dort fuhren wir weiter nach Gweta (ca.3h). In Gweta entspannten wir im Pool (während es Regnete) und nach dem Abendessen gingen wir noch in die Bar vom Campingplatz und dort lernten wir von Reward (unserem Fahrer) wie man das Spiel „Kalaha“ spielt.
Am nächsten Tag ging es weiter zum Chobe Nationalpark (11h fahrt). Während der Fahrt sahen wir viele Elefanten am Strassenrand, dies machte die Fahrt etwas spannender. Am Abend im Nationalpark angekommen, gingen wir auf eine Bootssafari. Wir haben wieder viele Elefanten, Büffel, Nielpferde, Impalas, verschiedene Vögel und Antilopenarten gesehen. Es war trotz starkem Regen und der Kälte wirklich schön auf dem Fluss zwischen Namibia und Botswana entlang zu fahren.
Am nächsten Morgen ging es für und auf eine Safari Fahrt im Chobe Nationalpark. Wir sahen Hippos die im Wasser Spielten, Impala Jungen die spielerisch Kämpfen übten, Büffel, Affen mit einem sehr jungen Baby, Zebras und viele Vögel (inkl. Adler). Das Highlight war als wir unseren ersten Löwen sahen. Ein Männchen welches einem Weibchen folgte. Wir konnten die beiden an mehreren Stellen sehen, da sie alles dem Fluss entlang liefen. Danach entdeckte Julia noch ein Männchen und ein Weibchen die hinter einem Busch lagen. Die besten Löwen Fotos konnte ich allerdings machen als wir das erste Männchen später noch einmal sahen. Da war er auf dem Rückweg zu seiner Familie, da er kein Glück bei dem Weibchen hatte. Er lief mehrfach direkt neben unserem Fahrzeug durch. Ich werde diesem Moment nie vergessen. Es war einzigartig und ein wunderschönes, eindrückliches und etwas beängstigendes Gefühl. Ein perfektes Ende für dieses wunderschöne Land.