Von Simbabwe (Matobo NP) ging es für uns mit dem „Lando“ direkt in den Krüger Nationalpark. Durch das Fenster vom Lando konnten wir schon einige Tiere entdecken. Nach einer ca 8h reise kamen wir auf einem Campingplatz in der Mitte vom Nationalpark an. Einige von uns wollten am Abend noch auf eine Night Safari gehen. Leider hatte es nicht genügend Plätze für alle, daher wurde es ausgelost. Wir hatten das Glück dass alle von unserer „Clique“ gehen konnten. Das war wirklich ein einzigartiges Erlebnis mit dem Safarifahrzeug durch die Dunkelheit zu fahren. Der Sternenhimmel war wunderschön und wir haben Eulen, Impalas, Elefanten und sogar Löwen gesehen. Ich bin sehr froh dass wir diese Safari machen konnten.
Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück mit einer 10h Safari bis Camping Platz am Ausgang der Nationalparks los.
Es war unsere letzte Safari. Am Anfang regnete es zwar noch, dadurch war es aber nicht so heiss. Was bedeutet dass man die Tiere auch besser sehen kann.
Von Chamäleons, verschiedenen Antilopenarten, vielen bunten Vögeln, Affen, Gnus, Warzenschweine, einem Schakal, bis hin zu Elefanten die direkt vor unserem Auto durchliefen haben wir bis zum Mittag alles gesehen.
Wichtige Anmerkung vom Guide, Elefanten haben IMMER Vortritt. Falls ein Auto im Weg ist wenn sie über die Strasse wollen kann es schon einmal vorkommen dass sie das Auto zur Seite schieben oder es sogar umstossen. Das heisst wenn ein Elefant über die Strasse möchte sollte man die Strasse besser frei machen.
Nach dem Mittagessen an einem Picknickplatz mit Affen und Echsen ging unsere Safari weiter. Am Strassenrand sahen wir ein Hyänen-Baby. Dass sei typisch, die Eltern gehen meist am Tag auf Nahrungssuche und lassen währenddessen ihre Jungen am Strassenrand zurück. Ich war nie ein Fan von Hyänen aber dieser kleine Kerl war sooo süss. Er sah aus wie ein Welpe und hatte auch genau diesen Blick drauf. Damit brachte er das Herz von uns allen zum Schmelzen.
Danach war das Glück weiterhin auf unserer Seite. Wir haben zwei Leoparden gesehen. Einer davon hatte sogar seine Beute (ein Impala Baby) mit auf den Baum mit genommen.
Danach fuhren wir eine Strasse entlang wo wir 4 Löwenköpfe im Gras sehen konnten. Aber erst auf den zweiten Blick. Das erste Mal sind wir einfach an ihnen vorbei gefahren.
Nach einer Weile hörten die Löwen ein Geräusch und dann waren wir schockiert. Es tauchte ein Kopf nach dem anderen aus dem Gras auf. Insgesamt 16 Löwen. Ja richtig gehöht 16! Drei Männchen, einige Weibchen und ganz viele Jungen. Sie liefen direkt neben unserem Auto durch und dann liefen sie vor uns die Strasse entlang. Ich habe noch nie etwas so eindrückliches gesehen. Es war wunderschön und es stockte uns immer wieder der Atem wenn uns ein Löwe direkt ansah.
Nachdem wir der Familie eine Weile gefolgt sind fuhren wir zurück zu dem Leoparden mit dem Impala. Als wir bei dem Baum ankamen war er gerade dabei seine Beute zu verspeisen.
Danach war es leider schon an der Zeit ins Camp zu fahren. Diese Safari war ein voller Erfolg und ein perfekter letzter Safari Tag. Ich werde diese Tage sehr vermissen, jeder einzelne war ein wunderschöner ereignisreicher Tag.
Zurück im Camp gab es nach dem Abendessen noch einen Auftritt von einer lokalen Tanzgruppe die Jugendliche damit von der Strasse holen möchte. Es war schön zuzusehen wie jeder einzelne vor Freude und Leidenschaft fürs Tanzen sprühte. Der ganze Auftritt war geprägt von reiner Lebensfreude.
Danach verbrachten wir den Abend in der Bar und spielten Billard. Bevor wir Todmüde eine letzte Nacht in unseren Zelten verbrachten.
Als wir am nächsten Tag unsere Zelte abbauten war etwas Wehmut dabei, dass das Camping und die Safaris jetzt vorbei sind.
Nach dem Frühstück ging es zurück nach Johannesburg. Auf dem Weg dahin machten wir Halt an einer Raststätte, welche direkt davor ein Wasserloch mit Tieren hatte. Das war echt cool und total unerwartet. Zurück in Joburg entspannten wir am Pool bevor wir mit einigen unserer ursprünglichen Gruppe in ein indisches Restaurant gingen. Das Essen war köstlich. Danach gingen wir zurück zu unserer Unterkunft wo wir den restlichen Abend mit der ganzen Gruppe am Lagerfeuer verbachten.
Am nächsten Tag war der Abreisetag. Einige reisten schon frühmorgens ab. Es war ein komisches Gefühl als einer nach dem anderen abreiste. (Ich hasse abschiede)
Mit denen die erst am Abend folgen, so wie ich, gingen wir noch an einen Markt etwas ausserhalb. Da uns alle abgeraten haben nach Johannesburg zu fahren. Es sei viel zu gefährlich dort, selbst wenn eine grosse Gruppe von Touristen ist wird man mit grosser Wahrscheinlichkeit überfallen.
Der Markt auf den wir gingen war wirklich schön mit vielen Handwerksarbeiten. Danach assen wir noch eine Kleinigkeit bevor wir in die Lodge zurückkehrten. Die restliche Zeit verbrachten wir am Pool und dann war es auch für mich Zeit Abschied zu nehmen.
Ich bin unendlich dankbar für diese Zeit und die neuen Freunde die ich kennenlernen durfte. Afrika wird immer einen Platz in meinem Herzen haben.